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Jade

Jade (von chin.: 玉 „Yù“) ist die Bezeichnung von Mineral-Gemengen, gebildet überwiegend aus Jadeit bzw. dem weicheren Nephrit, die in ganz spezieller Menge und Struktur auftreten müssen, um als der Schmuckstein Jade zu gelten.

In China ist Jade schon seit mindestens 8000 Jahren im Gebrauch; und mit der Zeit entwickelte sich sogar ein regelrechter Kult darum. Auch in Europa, im pazifischen Raum, im östlichen Mittelmeerraum und insbesondere in Mittelamerika wurde Jade bereits vor Jahrtausenden verarbeitet.

Im Zuge der kolonialen Machtpolitik der europäischen Großmächte gegen Ende des 19. Jahrhunderts fand Jade dann auch vermehrt Eingang in die Schmuckkultur des Westens, nachdem ihn die Spanier bei der Kolonialisierung Mittelamerikas für Europa „wiederentdeckt“ hatten. In den 1920er Jahren wurde Jade gar zum begehrten modischen Accessoire. In der Hippie-Kultur der 1960er und 1970er wiederum wurde Jade zum magischen Attribut und esoterischen „Stein der Weisen“ veredelt.[1][2]

Der Jade ist allerdings auch ein Sonderfall unter den Edelsteinen, denn es geht bei seiner Betrachtung nicht nur um das Mineral als solches oder dessen kunsthistorische Relevanz, sondern auch um das, was er im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende mitunter wie in einem Brennspiegel symbolisierte. Das reicht beginnend mit den archaischen Vorstellungen von Leben, Tod und Ordnung über die Macht der Rituale und Zeremonien und den Zauber ihrer Kunstwerke bis hin zur Magie seiner vorgeblichen Heilwirkung.
(Quelle: Wikipedia)